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9. Februar 2008

Resolution gegen Kampfeinsatz in Afghanistan

Gespeichert unter: Politik — Schlagworte: , — Ario @ 13:30

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Eigentlich könnte man ja froh sein über die Entsendung von Kampftruppen nach Afghanistan. Eigentlich könnte man ja auch froh sein dass nun nicht nur norwegische oder britische SoldatInnen Opfer der Kämpfe werden sondern auch deutsche Soldaten. Warum?

Weil es keinen guten oder schlechten Krieg gibt! Vielleicht verstehen wir es ja bald, dass ein Land wie Afghanistan zwar geographisch aber nicht sicherheitsmässig klar in Nord und Süd zu separieren ist . Wobei es ja falsch wäre zu behaupten die Deutschen wüssten das nicht, denn die stimmen regelmäßig zu 2/3 gegen den Afghanistan- Einsatz. Verstehen müssten es die VolksvertreterInnen, die den Massen vergeblich Sand in die Augen streuen. Meine Lieblingsmetapha war zuletzt die der „Feuerwehr“ für unsere Kampftruppen. Herzlichen Glückwunsch, wir spielen also Feuerwehr in Afghanistan! Die Fassade der friedlichen „Aufbau- Mission“ scheint trotzdem oder gerade wegen solch unverfrorener Vergleiche zu bröckeln. Ich persönlich war schon immer hin und her gerissen zwischen der Argumentation semi- pazifistischer Afghanistan- Experten wie dem Abgeordneten Nachtwei und meiner eigenen Analyse, dass vieles was aus Europa differenziert erscheinen mag in Afghanistan doch eher verschwimmt. Diese ganze Trennung ISAF, OEF und Tornados war doch das beste Beispiel. Damit meine ich nicht dass grundsätzlich deutsche SoldatInnen nur morden und schießen. Aber auch die Aufbauhilfe der deutschen im Norden macht Kapazitäten für kämpfende SoldatInnen im Süden frei. So einfach ist das. Mittelbar waren wir schon immer voll drin, unmittelbar natürlich jetzt noch öfter durch die schnelle Eingreiftruppe und der versprochenen „Nothilfe“ im Süden. ich frage mich, wie definiert man in einem Kriegsgebiet „Nothilfe“? Ist nicht der ganze Einsatz eine einzige große Nothilfe?

Hier geht es zur grünen Resolution für einen Strategiewechsel und für die Beendigung der Kampfhandlungen.

1 Kommentar »

  1. [...] Umso wichtiger dürfte also die Positionierung der Opposition sein. Da man sich da, nach den Erfahrungen des letzten Jahres, bei einigen in unserer Fraktion auch nicht immer so sicher sein kann, waren die Initiatoren der Sonder-BDK so freundlich, eine Resolution zu formuliieren, die noch mal an die Beschlußlage erinnert und die Fraktion auffordert am Strategiewechsel festzuhalten. [...]

    Pingback von Nie wieder Göttingen? Bitte! « Maik`s geblogge — 9. Februar 2008 @ 16:39


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