Politik, Lifestyle, Kultur

Das 1 x 1 des Schwarzfahren

In Satire on 11.05.2008 at 3:21

In Zeiten ständig steigender Ticketpreise für den ÖPNV ist es wichtig auch mal über Mittel und Wege zu sprechen diesen auszuweichen. Ein lohnender Ausweg könnte es sein mal wieder schwarz zu fahren.

Hier einige kleine Tipps:

Die zwei Systeme der Ticketkontrolle

Bis vor einigen Jahren war es in Berlin üblich das Ticket vor dem Einsteigen in die Bahn zu lösen. Dieses “Londoner- System” wurde aber zum Glück abgeschafft, somit ist es jetzt auch möglich im Zug ein Ticket zu kaufen. Auch in Köln ist es nicht nötig, bereits auf dem Bahngleis ein gültiges Ticket zu haben.

Der Abstempel- Trick

Falls Sie über eine Mehrfahrtenkarte oder Ähnliches verfügen, sollten Sie sich in der Nähe vom Entwerter aufhalten um im Falle einer Kontrolle noch abstempeln zu können. In Städten wie Berlin und Köln erkennt man in der Regel (selbst zivile) Kontrolleure, mit ein wenig Erfahrung, recht sicher.

Die Mitfahrgelegenheit

In Köln kann man seit geraumer Zeit werktags nach 19h und am Wochende rund um die Uhr bei Studentinnen und Studenten mitfahren. Also: Augen auf beim einsteigen, vielleicht erkennen Sie ja den ein oder anderen der ein Studenten- Ticket hat. Auch in anderen Sätdten gibt es solche Job- Tickets und Co. Informieren Sie sich!

Zeit ist Geld

Wenn sie kontrolliert werden und ein Ticket haben – lassen sie sich Zeit! Dies hilft vor allem all denjenigen die (noch) kein Ticket haben. Vorsicht, nach spätestens 2 Haltestellen werden die Kontrolleure in der Regel nervös und wollen sie nötigen auszusteigen. Sie müssen aber nicht aussteigen, suchen sie in Ruhe weiter und verweisen sie auf ihre volle Tasche und ihre Freiheitsrechte. Ich für meinen Teil weiß meist genau wo mein Ticket ist, aber helfe immer gerne mit das System zu behindern.

Die Freak- Nummer

Falls all meine Tipps ihnen nichts bringen oder sie mal wirklich was zu verbergen haben: Losschreien, rumbrüllen und ab durch die Mitte!

Demnächst hier zu lesen:

Taxifahren leicht gemacht – die spirituelle Kraft des davon laufens

  1. helfe immer gerne mit das System zu behindern.

    Das dürfte doch eigentlich der grünen Doktrin widersprechen, wonach man den öffentlichen Nahverkehr möglichst fördern soll…

  2. Die Tipps werd’ ich mir zu Herzen nehmen. Danke. :-)

  3. Man sollte ihn fördern, klar. Aber genauso klar ist für mich dass er kostenfrei sein sollte und heutzutage a) die Verkehrsbetriebe nicht mehr nur ihrem Kerngeschäft nachgehen und b) der Rendite- Gedanke Einzug gehalten hat. Dagegen bin ich und vertrete deshalb die Meinung dass jemand der kein Geld hat (z.B wegen HartzIV) Tipps kennen sollte wie er trotzdem mobil sein kann. Die GRÜNE JUGEND hatte schon einige Aktionstage “Schwarzfahren”. Das ist auch ein politisches Signal!

    Desweiteren gilt wie immer: Nicht alles über ernst nehmen (z.B. bin ich gegen weglaufen bei Taxifahrten…das ist gar nicht nett soll aber schon passiert sein,hehe!)

  4. Ein kostenfreier ÖPNV erfüllt in mehrerer Hinsicht wünschenswerte Kriterien. Ökopolitisch, Verkehrspolitisch, Verteilungspolitisch und (!) kulturell.
    Solange die (zuweilen) sehr stressige Fahrt z.B. in U-Bahnen des Ruhrgebiets dadurch gekrönt wird dass Ticketpreise in etwa dem Spritpreis für eine entsprechende Autofahrt gleichkommen – oder oder übersteigen, läuft etwas gewaltig verkehrt.

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