Gerade eben ging für mich der 30. Bundeskongress (BuKo) der GRÜNEN JUGEND zu Ende. Ich bin endlich in meiner Wohnung in Berlin angekommen und blogge hier mal noch ein bisschen was rein.
Unter dem Motto „Wem gehört die Welt?“ debattierten wir seit Freitag über Fragen der gerechten Verteilung und der öffentlichen Daseinsfürsorge. Essentials des Leitantrages waren:
Kernbereiche der Daseinsfürsorge müssen in staatlicher Hand bleiben und die Natur gehört niemandem!
Denn nicht nur Privatisierung von Gütern und Dienstleistungen war ein Thema. Nein, auch die Privatisierung der Natur durch perverse Gentechnik und absurde Patentpolitik. Diese falsche globale Patentpolitik muss auch hinsichtlich geistigen Eigentums dringend geändert werden. Für das Recht auf Privatkopie und freie Software!
Ausserdem wurde noch über Schwarz- Grün debattiert. Die TAZ und die FR haben unseren Kongress aufgegriffen. Ich selber habe habe mich zur Aussprache des Leitantrages und bei der Schwarz- Grün Debatte zu Wort gemeldet. Im Blog der GRÜNEN JUGEND steht auch super viel spannendes zum Kongress, den Inhalten und den Redebeiträge.
Besonders gefreut hat es mich dass neben Privatisierungs- und Biodiversitäts Fragen auch radikale Feldbefreiungen gegen Gentechnik, neue Wege in der Bildungspolitik sowie eine Ausformulierung des Grundeinkommensmodells der GRÜNEN JUGEND beschlosen wurden.
Was mich geärgert hat war das Argument einiger weniger Freundinnen und Freunde „man müsse ohne Koalitionsaussage – nur für grüne Inhalte – in den Wahlkampf ziehen“ (der nicht zuletzt ein Wahlkampf für die Partei ist und dann erst Werbung für uns). Das Argument dafür? Man will die Leute nicht wie in Hamburg enttäuschen. Nunja, ich frage mich: Wenn ein Freund mich betrügt, ist dann meine Konsequenz dass ich einfach sage dann versprech’ mir halt nichts mehr? Das ist doch unredlich! So kann und darf es nicht laufen. Ehrlichkeit verdient man sich indem man ehrlich ist. Ehrlich sein heisst auch mal die Realität zu akzeptieren. Und die spielt inhaltlich, politisch- kulturell und soziokulturell gegen die CDU/CSU. Darf man heutzutage nicht mal mehr Fakten aussprechen und aus diesen Ziele ableiten? Oder Absagen?
Wer jedoch wie Künast und Trittin Druck gegenüber der SPD aufbauen will der zetert. Genau dieses Zetern, dieses Nicht- Bekennen, wird dazu führen dass wir viele unserer Wechselwähler verlieren werden.
Daher: Wenn schon keine positive Koalitionsaussage, dann zumindest eine klare Absage an die Nationalisten, die Neoliberalen, die Dummschwätzerinnen und die Asyl- Abschaffer von der CDU /CSU!
[...] Debatte über Schwarz-Grün. Viele fühlten sich “verarscht” von den Grünen, Ario machte darauf aufmerksam, dass wir endlich ein “linkes Projekt” in Deutschland brauchen. [...]
Pingback von Der 30. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND « Anhalter — 26. Mai 2008 @ 22:53
[...] Arios Fazit: Das war der 30. Bundeskongress der Grünen Jugend [...]
Pingback von Zurück vom 30. BuKo der Grünen Jugend - Sonntag 25.05.2008 - Grüne Kraft für Europa - Wolfgang G. Wettach - http://gruene.wettach.org — 26. Mai 2008 @ 23:33
[...] ario meinte dazu jedenfalls dies “Was mich geärgert hat war das Argument einiger weniger Freundinnen und Freunde “man müsse ohne Koalitionsaussage – nur für grüne Inhalte – in den Wahlkampf ziehen” (der nicht zuletzt ein Wahlkampf für die Partei ist und dann erst Werbung für uns). Das Argument dafür? Man will die Leute nicht wie in Hamburg enttäuschen. Nunja, ich frage mich: Wenn ein Freund mich betrügt, ist dann meine Konsequenz dass ich einfach sage dann versprech’ mir halt nichts mehr? Das ist doch unredlich! So kann und darf es nicht laufen. Ehrlichkeit verdient man sich indem man ehrlich ist. Ehrlich sein heisst auch mal die Realität zu akzeptieren. Und die spielt inhaltlich, politisch- kulturell und soziokulturell gegen die CDU/CSU. Darf man heutzutage nicht mal mehr Fakten aussprechen und aus diesen Ziele ableiten? Oder Absagen?” [...]
Pingback von nachlese: der grußwort-buko « pillenknick — 27. Mai 2008 @ 03:01
Absage an Alle würde ich sagen.
Eine Regierungskoalition muss uns Spielräume für unsere Innen-, Außen-, Umwelt– und Sozialpolitik lassen. Keine der anderen Parteien ist derzeit so weit.
Kommentar von Dennis — 4. Juni 2008 @ 15:39
[...] ario meinte dazu jedenfalls dies “Was mich geärgert hat war das Argument einiger weniger Freundinnen und Freunde “man müsse ohne Koalitionsaussage – nur für grüne Inhalte – in den Wahlkampf ziehen” (der nicht zuletzt ein Wahlkampf für die Partei ist und dann erst Werbung für uns). Das Argument dafür? Man will die Leute nicht wie in Hamburg enttäuschen. Nunja, ich frage mich: Wenn ein Freund mich betrügt, ist dann meine Konsequenz dass ich einfach sage dann versprech’ mir halt nichts mehr? Das ist doch unredlich! So kann und darf es nicht laufen. Ehrlichkeit verdient man sich indem man ehrlich ist. Ehrlich sein heisst auch mal die Realität zu akzeptieren. Und die spielt inhaltlich, politisch- kulturell und soziokulturell gegen die CDU/CSU. Darf man heutzutage nicht mal mehr Fakten aussprechen und aus diesen Ziele ableiten? Oder Absagen?” [...]
Pingback von dogma pillenknick » Blog Archive » nachlese: der grußwort-buko — 26. Dezember 2008 @ 16:29