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BAG Schwulenpolitik tagt in meiner schönen Heimat

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

An diesem Wochenende trifft sich die BAG Schwulenpolitik zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr. Neben den Berichten aus den Ländern stehen auch viele inhaltliche Themen auf der Tagesordnung. Wir werden uns unter anderem mit den aktuellen Anträgen zum Thema Familienvertrag beschäftigen. Diese Initiative unterstütze ich seit Anbeginn, und fände es toll, wenn dieses Konzept in das Wahlprogramm zur Bundestagswahl einfließen würde. Die GRÜNE JUGEND fordert dies übrigens schon seit langem. Die jetzige Familienpolitik spiegelt nicht alle Facetten der Gesellschaft wieder – vor allem Schwule und Lesben, sowie Menschen mit alternativen Lebenstilen werden stark benachteiligt. Kommen wir in diesem Zusammenhang zum nächsten Thema: Das Bundestagswahlprogramm. Hier wollen wir den bisherigen Entwurf mal durchgehen und unter schwulenpolitischen sowie Anti-Diskriminierungs Aspekten beleuchten. Ich denke, es ist mit Änderungsvorschlägen der BAG – gerade zur Familienpolitik – zu rechnen.

Ich mag die BAG Schwulenpolitik sehr gerne. Es ist immer eine sehr entspannte Atmosphäre, ohne dabei unproduktiv oder unkontrovers zu sein. Deshalb freue ich mich umso mehr, den 1. Delegierten der GRÜNEN JUGEND für diese BAG vertreten zu dürfen.

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Parallelgesellschaft? Ja bitte!

2. Februar 2009 · 4 Kommentare

Immer wieder geistert der Begriff der Parallelgesellschaft durch die Medien. Parallelgesellschaft steht dabei für unterschiedlichste, negativ besetzte Dinge wie etwa Integrationsdefizite der zugewanderten Menschen, Verharmlosung von Straftaten („Ehrenmorde“), religiösen Dogmatismus und vieles mehr. Dabei verkennt man, dass unsere moderne Gesellschaft eine Gesellschaft der Parallelgesellschaften ist. Wer in einem post-aufklärerischen Sprachduktus von Leitkultur, „den Moslems“, „den Türken“ und „den Juden“ sinniert, der stellt die Errungenschaften der liberalen Gesellschaft in Frage. Gesellschaftspolitik bedeutet für mich, dass das Inidividuum im Vordergrund steht. Eine Kollektivisierung lehne ich genauso ab, wie  Kritik an dem Recht jedes Einzelnen sich sein Umfeld in dem er Leben möchte selbst auszusuchen. In einem wichtigen Abstraktionsschritt gilt es nämlich, das Zusammenleben aller Individuen friedlich, sozial gerecht und freiheitlich zu organisieren. Nicht die Parallelgesellschaften an sich zu verbieten. Eine Gesellschaft wird dann mehr sein als die Summe ihrer Einzelinteressen. Ist der Schöneberger Schwulenkiez keine Parallelgesellschaft? Ist das technoide Feiervolk Berlins nicht eine Parallelgesellschaft? Kann ich nicht zwischen den Parallelgesellschaften hin und her wandern und macht dies eine Gesellschaft nicht erst zu dem was sie ist? Parallelgesellschaften sind nichts Neues. Früher hießen sie Subkultur. Eine pauschale Ablehnung führt in meinen Augen zu einer post-aufklärerischen Leitgesellschaft. Zweifelsohne, Grundwerte der Verfassung müssen in allen Teilen der Gesellschaft gelten. Dies betrifft nicht nur Zugewanderte.

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Denk mal an die ermordeten Juden Europas!

16. Oktober 2008 · 5 Kommentare

Als die ersten Personen anfingen sich auf den Stelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas zu sonnen und auszuruhen empfand ich noch nichts schlimmes daran. Wie und aus welchem Blickwinkel man die Gedenklstätte wahrnimmt war und ist mir egal, von oben oder von unten, liegend oder stehend. Ausserdem sollte das Denkmal sich ja auch an die Stadt anpassen und ein Kontrast sein zu den anderen Gedenkstättenkonzepten. Diese werden oftmals als erdrückend und steif wahrgenommen. Dies ist bei dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas anders. Das finde ich soweit auch total in Ordnung.

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Kategorien: Politik · Queer
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Gayromeo – von der Singlebörse zum Swingerclub

8. September 2008 · Kommentar schreiben

Ich muss mich doch wundern wie oft ich in letzter Zeit bei Gayromeo (dem wohl meist genutztesten Schwulenportal) das Wort „wir“, „uns“ und „Ich habe einen Partner“ lesen musste. Ich sah das Ganze früher ja eher als Singlebörse, aber mittlerweile erinnert mich das mehr und mehr an Swingerclub. Der Eindruck verfestigt sich nur noch mehr, nachdem ich die letzten Wochen mehrmals hintereinander Typen kennen gelernt habe, die einem – auf gut Deutsch gesagt – während man ihre Zunge im Halt hat, nebenehr erzählen dass sie einen Freund haben. Das Problem ist nur: Ich teile nicht gerne! Fassen wir die aktuelle Lage in Berlin also zusammen: Alle wollen einen Freund haben, niemand spricht es aus. Wenn man dann jemanden gefunden hat der dies auch mit dem heiligen Siegel (nämlich einem Partnerlink auf Gayromeo) bewilligt dann trägt man ihn erstmal wie einen 20 Karater oben ohne im Berghain spazieren. Und wo endet das: Am Ende wollen doch alle nur Sex. Oh verlogenes Berlin – I love you!

Kategorien: Queer

Disco – der Techno der 70er

8. August 2008 · Kommentar schreiben

Heute abend lief auf ARTE eine tolle Dokumentation über Discomusik in den 70ern. Hierbei musste ich bei vielen Bildern, Geschichten und Bewertungen an die heutigen Subkulturen und dabei vor allem an Techno denken. Es gab sehr viele Parallelen: Die nackten Oberkörper, die unzähligen Drogen, das exzessive Tanzen und die freie Liebe…

Kategorien: Drogen · Musik · Queer

Bugaboo- Terror im Prenzlauer Berg

5. August 2008 · 2 Kommentare

Neulich fragte ich mich, woran ich wohl in letzter Zeit am deutlichsten erkannt habe dass ich im Prenzlauer Berg wohne. Die Antwort war simpel und erschreckend zugleich: Ich kenne als homosexueller Mann Anfang 20 bereits etliche Kinderwagen- Firmen mit Namen und Logo! Darunten den Ferrari unter den Kinderwagen: Den Bugaboo.

Es gibt ihn in allen erdenklichen Farben und Ausführungen. Überall springt einem der Schriftzug und das gekonnt abstrakt wirkende, kreisähnliche Logo ins Gesicht. Auto kaufen war gestern, heute heisst es Schnuller zeigen! Einen heissen Reifen legt man nicht mehr im schicken Zwei- Sitzer sondern im pinkeldichten Einsitzer aufs Parkett. Wer hier was auf sich hält geht nicht mehr ohne diesen teuren Hosenscheisser- Rolly Royce auf die Straße. Sie können sich die 900 Euro nicht leisten? Wie wäre es dann alternativ mit einem klassischen Babytragetuch? Natürlich von Gucci, wir sind ja hier nicht in Neukölln!

Super viel Spaß mit Bugaboo in Park und Café.

Foto by Flickr (matski_98 unter Creative- Commons- Lizenz)

Bugaboo – auch zum Shoppen der Hit!

Foto by Flickr (eduydori unter Creative- Commons- Lizenz)

Na, wer findet den Bugaboo?

Foto by Flickr (scott_keddy unter Creative- Commons- Lizenz)

Kategorien: Queer · Satire

Don’t touch the holy cow!

1. Juli 2008 · 2 Kommentare

In den letzten Tagen gab es einige Turbulenzen wegen der Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND die sich kritisch mit der in einigen schwulen Teilszenen verstärkt auftretenden Islamophobie und einer in einigen Szenen existenten Diskriminierung auseinandersetzt.

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Kategorien: Politik · Queer
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Wer wird der neue Bütikofer?

4. März 2008 · 4 Kommentare

Gerade habe ich bei Julia im Blog unter dem Motto „Parteivorsitzende im Vergleich“ gesehen dass ein munteres Parteivorsitzenden Karussel sich zu drehen begonnen hat. Beste Chancen hätte demnach auch ein Tandem aus Julia und mir. Erfolgreich getestet auf dem CSD in Köln:

ario-julian-julia-csd.jpg

Kategorien: Queer · Satire