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10. September 2009

Wölfe im Schafspelz

Gespeichert unter: Politik — Schlagworte: , , — Ario @ 11:09

Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich erneut einen Beitrag vom 7. März 2009

Update: Auf  LabourNet.de kann man nachlesen, wie Mina Ahadi (Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime)  anlässlich der gescheiterten Anti-Islam-Konferenz (September 2008 in Köln) an der Seite der Rassisten von Pax Europa demonstriert. Eine Farce von Frau Ahadi, sich angesicht der Bündnispartner selbst als „dritte Kraft“ zwischen Rechtsextremen und Zivilgesellschaft zu bezeichnen.

Was haben die rechtspopulistische rechtsextreme Bürgerbewegungen wie „Pro Köln“ oder „Pro Duisburg“ und der vor einem Jahr gegründete „Zentralrat der Ex- Muslime (ZdE)“ gemein? Sie alle sind gegen Moscheebauten in Deutschland, gegen das Recht auf freie Religionsausübung, gegen das Recht auf freie Kleidungswahl und wiegeln auf ihre eigene Art und Weise die Xeno- und Islamophobie in Deutschland weiter auf. Ich erkläre euch gerne wieso und warum:

Schon vor längerer Zeit bin ich auf den Verein „Zentralrat der Ex- Muslime (ZdE)“ aufmerksam geworden. Unter der Domain www.ex-muslime.de kann man in Aufmachung der SPIEGEL- Kampagne „Wir haben abgetrieben“ aus dem Jahre 1971 sehen, wie sich die meist iranische Diaspora zusammengesetzt aus Ex- Monarchisten, StalinistInnen, SozialistInnen und AtheistInnen vom Islam lossagt. Unlogisch meint ihr? Ja, das denke ich auch. Aber scheinbar denken das die Protagonisten des Vereins nicht. Dass die meisten mit dieser Religion nie was anfangen konnten ist ihnen egal. Es ist ein bisschen so, als würde ich als Nichtraucher mit dem Rauchen aufhören. Nun steht dieser Verein, in dem auch Schriftstellerin Arzu Toker aktiv ist, der Bruno-Giordano-Stiftung sehr nahe und liefert dem Humanistischen Pressedienst gerne mal irritierende Interviews wie dieses:

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8. März 2009

Integration durch Bildung – und zwar sofort!

Gespeichert unter: Politik — Schlagworte: , , — Ario @ 21:07

kopftuchFoto Flickr (a_kep unter CC-Lizenz)

Deutschland ist ein Zuwanderungsland, dies stellt hoffentlich keiner mehr in Frage. Auf der kommenden Landesdelegiertenkonferenz (LDK) von Bündnis 90/Die Grünen NRW wird es auch einen Antrag B-01 zum Thema Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen geben. Leider fehlte mir darin die integrationspolitische Dimension die Bildungspolitik inne hat. Deshalb habe ich einen Änderungsantrag verfasst, der zentrale Integrations-Forderungen von mir und den Grünen beleuchtet. Ich würde gerne an dieser Stelle einige der Thesen aus meinem Änderungsantrag aufgreifen und näher erläutern. Dabei möchte ich betonen, dass Integrationspolitik in meinen Augen ein Querschnittsthema ist. Es beinhaltet Innenpolitik, Bildungspolitik, Sozialpolitik  – ja sogar Gesundheitspolitik. An dieser Stelle soll es speziell um integrationspolitische Anforderungen an die Bildungspolitik in Deutschland und speziell in NRW gehen. (mehr…)

9. Februar 2009

Multi bleibt Kulti – Radio Multicult 2.0 gestartet

Gespeichert unter: Entertainment, Musik — Schlagworte: , , — Ario @ 17:13

Anfang diesen Jahres haben sich viele Engagierte zusammen getan, um vorerst ehrenamtlich ein Nachfolgeprojekt zum ehemaligen Radio Multikulti  zu starten. Jenes Programmes also, welches von ARD und RBB eingestellt wurde; trotz großer Resonanz. Radio Multicult 2.0 ist als Internetsender zu empfangen, und ich darf als Redakteur tatkräftig mithelfen ein neues Live-Format aus der Traufe zu heben. Heute habe ich einen Workshop zum Thema „Meldungen & Nachrichten“ absolviert. Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop zum Thema „Verlesung von Nachrichten & Anmoderation“. Das tolle ist nämlich, dass es sich bei Radio Multicult 2.0 um eine junge „Lernredaktion“ handelt wo man super einsteigen kann. Profis und Neueinsteiger arbeiten Hand in Hand. Am 18.2.2009 beginnt die von uns mitgeplante, tägliche Livesendung „Cultmagazin“ auf Radio Multicult 2.0 .

Also, Radio einschalten und ab dafür!

2. Februar 2009

Parallelgesellschaft? Ja bitte!

Gespeichert unter: Politik, Queer — Schlagworte: , , — Ario @ 15:57

Immer wieder geistert der Begriff der Parallelgesellschaft durch die Medien. Parallelgesellschaft steht dabei für unterschiedlichste, negativ besetzte Dinge wie etwa Integrationsdefizite der zugewanderten Menschen, Verharmlosung von Straftaten („Ehrenmorde“), religiösen Dogmatismus und vieles mehr. Dabei verkennt man, dass unsere moderne Gesellschaft eine Gesellschaft der Parallelgesellschaften ist. Wer in einem post-aufklärerischen Sprachduktus von Leitkultur, „den Moslems“, „den Türken“ und „den Juden“ sinniert, der stellt die Errungenschaften der liberalen Gesellschaft in Frage. Gesellschaftspolitik bedeutet für mich, dass das Inidividuum im Vordergrund steht. Eine Kollektivisierung lehne ich genauso ab, wie  Kritik an dem Recht jedes Einzelnen sich sein Umfeld in dem er Leben möchte selbst auszusuchen. In einem wichtigen Abstraktionsschritt gilt es nämlich, das Zusammenleben aller Individuen friedlich, sozial gerecht und freiheitlich zu organisieren. Nicht die Parallelgesellschaften an sich zu verbieten. Eine Gesellschaft wird dann mehr sein als die Summe ihrer Einzelinteressen. Ist der Schöneberger Schwulenkiez keine Parallelgesellschaft? Ist das technoide Feiervolk Berlins nicht eine Parallelgesellschaft? Kann ich nicht zwischen den Parallelgesellschaften hin und her wandern und macht dies eine Gesellschaft nicht erst zu dem was sie ist? Parallelgesellschaften sind nichts Neues. Früher hießen sie Subkultur. Eine pauschale Ablehnung führt in meinen Augen zu einer post-aufklärerischen Leitgesellschaft. Zweifelsohne, Grundwerte der Verfassung müssen in allen Teilen der Gesellschaft gelten. Dies betrifft nicht nur Zugewanderte.

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