Die nordrheinwästfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter plant die Repression gegen DrogenkonsumentInnen erheblich zu verschärfen. Zu ihrem Massnahmenkatalog zählt u.a. die Absenkung der geringen Menge von Cannabis von 10 gramm auf 6 gramm, die Abschaffung der geringen Menge bei sogenannten „harten“ Drogen und die Einführung einer „Drogenschleuse“:
Besonders wichtig im Zuge eines Gesamtkonzepts sei der Kampf gegen den
Drogenmissbrauch in den Haftanstalten. „Dass man auch in Gefängnissen an
Drogen kommt, kann und will ich nicht tatenlos hinnehmen“, so die
Ministerin weiter. „Deshalb habe ich zusätzlich zu allen anderen bereits
praktizierten vorbeu genden und repressiven Maßnahmen angeordnet, dass
in einer Haftanstalt unseres Landes ein Detektorrahmen erprobt wird.
Diese Vorrichtung soll dazu beitragen, bei den Gefangenen verdächtige
Substanzen entdecken zu können.“ Dieses Gerät sauge die beim
Durchschreiten des Rahmens am Körper vorbei streichende Luft ab,
analysiere sie und suche dabei nach Spuren von Rausch giften.
Die Analyse des menschlichen Körpergeruches zur Strafverfolgung kannte ich bisher nur von autoritären Regimen. Eine Demokratie muss die Würde des Menschen schütze, dazu zählt auch ihn nicht Geruchsproben auszusetzen. Ich habe kein Problem wenn Polizeihunde in verschlossenen Koffern nach Sprengstoff schnüffeln, aber einen Menschen durch eine solche Analyse Schleuse zu schicken ist schon extrem pervers. Es ist jedoch nichts neues, in Bayern erschnüffeln Hunde z.T. schon heute den bloßen Marihuana- Rauch- Geruch an Klamotten und schlagen an. Oft kommt es dabei zu Hausdurchsuchungen. Dies erzählte mir ein Freund aus München.