
Foto Flickr (-john- unter CC-Lizenz)
Heute vor 30 Jahren verließ ein alter Mann namens Ayatollah Khomeini eine mit Hilfe von wohlhabenden Unterstützern gecharterte Air France Maschine auf dem Teheraner Airport und rief die Islamische Revolution aus. Seitdem ist der Iran nicht mehr das gesellschaftlich freie Land meiner Eltern sondern ein fremder, klerikaler Gottesstaat. Während anfangs noch liberale Geistliche, Marxisten und Studenten gemeinsam gegen den verhassten Shah, der soviele hungern und ausbluten ließ, auf die Straße gingen, stellte sich nach Khomeinis Ankunft aus dem Exil schnell heraus wer das sagen hatte. Die fundamentalistischen Hardliner und Mullahs. Sie exekutierten Hunderte, schickten die Linken ins Exil und ergötzten sich an ihrem politischen Erfolg. Heute befindet sich der Iran glücklicherweise im Umbruch, doch eine libertäre Gesellschaftsordnung wie es sie vor der Revolution gab liegt in weiter Ferne. Bezahlten doch damals, so ehrlich muss man sein, die Ärmsten der Armen den Preis für den Wohlstand in dem der freie Teil der Iraner bis 1979 lebte. Die Zeit des Shahs war, was die Verteilung von Wohlstand anging, verheerend. Gesellschaftlich aber sehr aufgeklärt und ökonomisch stets fortschrittlich. Es stand das Individuum im Mittelpunkt, nicht die Religion. Immerhin gut zu wissen, dass ein anderer Iran möglich ist. Ich wünsche es der Jugend von Herzen.